Technische Daten
| Modell: | A 21 |
| Hersteller: | Ner-A-Car Corporation |
| Firmensitz: | Sheffield Simplex Motor Works (England) |
| Baujahr: | 1921 |
| Leistung: | 2.5 PS |
| Motor-Art: | 1-Zylinder, 2-Takt |
| Hubraum: | 221 ccm |
| Bohrung x Hub: | 63 x 70 |
| Ölversorgung: | Gemisch 1:25 |
| Kupplung: | Reibrad |
| Schaltung: | Reibrad, 5 Stufen |
| Antrieb: | Kette |
| Gewicht: | 80 KG |
| Höchstgeschwindigkeit: | 56 km/h |
| Stückzahl: | 16500 |
| Besonderheiten: | Achsschenkellenkung, von Sheffield Simplex in Lizenz für den englischen Markt gebaut, lt. Ken Philp gibt es weltweit nur noch 11 fahrbereite A-Modelle. |
Geschichte
Es wurde von dem Amerikaner Carl Neracher entworfen und zwischen 1921 und 1927 sowohl in den USA als auch in England (unter Lizenz bei Sheffield-Simplex) gebaut. Der Name ist ein Wortspiel aus dem Namen des Erfinders und dem Begriff „Near-a-Car“ (nah am Auto).
Neracher wollte ein Fahrzeug schaffen, das den Komfort und die Stabilität eines Autos mit der Wendigkeit eines Motorrads verband. Er wollte, dass man damit in normaler Straßenkleidung (Sonnntagsanzug!) fahren konnte, ohne schmutzig zu werden.
Das auffälligste Merkmal: Achsschenkellenkung, es gibt keine Telegabel. Das Vorderrad wird über ein Gestänge im Inneren der Nabe gelenkt (wie bei modernen Bimotas oder der Yamaha GTS 1000). Zusätzlich schützten die breiten Kotflügel und das Trittbrett den Fahrer vor Schlamm und Öl.
Die Maschine wird auch wegen des vorderen überdimensionalen Kotflügels als "flying mudgard" bezeichnet.
Um die Zuverlässigkeit zu beweisen, unternahm der berühmte Langstreckenfahrer Erwin „Cannonball“ Baker 1922 eine Fahrt quer durch die USA (von New York nach Los Angeles). Er legte die Strecke in knapp 8 Tagen zurück. Das Ner-A-Car hielt durch, was für die damalige Zeit eine Sensation war und den Ruf der „Unkaputtbarkeit“ festigte.