Technische Daten
| Modell: | MAW |
| Hersteller: | VEB Maschinen- und Apparatebau Karl Marx |
| Firmensitz: | Magdeburg |
| Baujahr: | 1956 |
| Leistung: | 1 PS |
| Motor-Art: | 1-Zylinder, 2-Takt |
| Hubraum: | 49,5 ccm |
| Schaltung: | ohne Schaltung |
| Antrieb: | per Kette auf das Hinterrad |
| Höchstgeschwindigkeit: | 35 km/h |
| Stückzahl: | 500000 |
| Bauzeit: | 1954-1957 |
| Besonderheiten: | Der Rahmen ist ein 28″ Radiant Fahrrad |
Geschichte
Der MAW-Hilfsmotor, im Volksmund liebevoll „Hühnerschreck“ genannt, war die Antwort auf den Mobilitätsmangel der frühen DDR.
Eigentlich handelt es sich nicht um ein komplettes Motorrad, sondern um einen Anbaumotor, der fast jedes herkömmliche stabilere Fahrrad in ein motorisiertes Fahrzeug verwandelte.
Der kleine Motor war extrem laut und hatte einen sehr markanten, knatternden Sound. Wenn man damit durch ein Dorf fuhr, flüchtete alles, was Federn hatte, panisch von der Straße – daher der Spitzname "Hühnerschreck".
Der MAW-Motor war ein riesiger Erfolg. Insgesamt wurden über 500.000 Stück produziert.
Das Geniale am MAW war seine Universalität:
Der Motor wurde links am Hinterbau des Fahrradrahmens befestigt.
Es gab einen Hebel am Lenker, mit dem man den Motor auskuppeln konnte, um ganz normal in die Pedale zu treten (was man am Berg oft trotzdem tun musste).