Technische Daten
| Modell: | 750 SF1 |
| Hersteller: | Moto Laverda S.A.S. |
| Firmensitz: | Briganze (IT) |
| Baujahr: | 1973 |
| Leistung: | 66 PS |
| Motor-Art: | 2-Zylinder, 4-Takt |
| Hubraum: | 750 ccm |
| Ventil-Art: | OHV |
| Bohrung x Hub: | 75 x 74 |
| Anzahl Gänge: | 5 |
| Schaltung: | Fußschaltung |
| Antrieb: | Kette |
| Gewicht: | 218 KG |
| Höchstgeschwindigkeit: | 185 km/h |
| Besonderheiten: | Matching Numbers |
Geschichte
Die Laverda 750 SF1 ist ein echtes „Männermotorrad“. Sie stammt aus einer Zeit, als die italienische Marke aus Breganze den Ruf hatte, die robustesten und massivsten Sportbikes der Welt zu bauen. Die SF-Serie (SFC, SF1, SF2, SF3) ist legendär für ihre kompromisslose Bauweise und ihre Langlebigkeit.
Das Kürzel SF steht für „Super Freni“ (Super-Bremsen) – ein Hinweis auf die von Laverda selbst entwickelten Duplexbnremse, die damals neue Maßstäbe setzten.
Ein Laverda-Twin klingt nicht wie ein britischer Twin. Er klingt mechanisch präsent, rau und kraftvoll. Da beide Kolben gleichzeitig nach oben und unten sausen (Gleichläufer), hat die Maschine einen wuchtigen Punch, aber auch deutliche Vibrationen – Fans nennen es „Charakter“.
Bevor Scheibenbremsen zum Standard wurden, waren die 230-mm-Doppelduplex-Trommeln von Laverda das Beste, was man für Geld kaufen konnte. Sie hatten eingegossene Lüfterschaufeln, um die Hitze abzuführen, und verzögerten für die damalige Zeit phänomenal.
Laverda-Motoren wurden mit extrem hohen Sicherheitsreserven konstruiert. Die Kurbelwelle ist mehrfach rollengelagert und die Bauteile sind oft massiver als bei der japanischen Konkurrenz. Das brachte ihnen den Spitznamen „die Traktoren aus Italien“ ein – im positivsten Sinne.