Technische Daten
| Modell: | Hoffmann S300 |
| Hersteller: | Hoffmann-Werke |
| Firmensitz: | Lintorf |
| Baujahr: | 1956 |
| Leistung: | 17 PS |
| Motor-Art: | 2-Zylinder-Boxer, 4-Takt |
| Hubraum: | 298 ccm |
| Bohrung x Hub: | 61 x 47 |
| Kupplung: | Trockenkupplung |
| Anzahl Gänge: | 3 |
| Schaltung: | Fußschaltung |
| Antrieb: | Kardan |
| Gewicht: | 146 KG |
| Höchstgeschwindigkeit: | 110 km/h |
| Besonderheiten: | Kettengetriebe. Von der S300 wurden nur 780 Stück gebaut, wovon noch 25 bekannt sind. |
Geschichte
Die S300 wurde von den Hoffmann-Werken in Lintorf (bei Düsseldorf) zwischen 1954 und 1955 produziert. Da Hoffmann zu dieser Zeit bereits durch die Lizenzfertigung der Vespa bekannt war, wollte man mit der S300 (auch bekannt als „Gouverneur“) im Markt der Mittelklasse-Motorräder mitmischen.
Obwohl die S300 technisch brillant war, stand sie unter einem schlechten Stern. Es wurden insgesamt wohl nur etwa 1.000 bis 2.000 Stück gebaut. Das hatte zwei Hauptgründe:
1. Der Rechtsstreit mit Piaggio: Hoffmann hatte die Vespa ohne Erlaubnis modifiziert (die „König-Vespa“). Piaggio kündigte daraufhin die Lizenzverträge, was Hoffmann finanziell das Genick brach.
2. Entwicklungskosten: Die Eigenentwicklung des Boxermotors war extrem teuer. Kurz nach dem Verkaufsstart der S300 mussten die Hoffmann-Werke im Jahr 1954 Insolvenz anmelden.
Wegen der kurzen Bauzeit und der geringen Stückzahl gilt die S300 heute als „Blaue Mauritius“ unter den deutschen Motorrädern.