Technische Daten
| Modell: | D-Rad R0/6 |
| Hersteller: | Deutsche Industriewerke AG |
| Firmensitz: | Berlin Spandau |
| Baujahr: | 1928 |
| Leistung: | 12 PS |
| Motor-Art: | 1-Zylinder, 4-Takt |
| Hubraum: | 496 ccm |
| Kupplung: | Fußpedal |
| Anzahl Gänge: | 3 |
| Schaltung: | Tankschaltung |
| Antrieb: | Kette |
| Gewicht: | 150 KG |
| Höchstgeschwindigkeit: | 95 km/h |
| Stückzahl: | 10.000 |
| Bauzeit: | 1928-1929 |
| Besonderheiten: | Kupplungsbetätigung: Fusspedal links, Hilfshebel am Lenker links |
Geschichte
Aufgrund des Versailler Vertrages (Deutschland durfet nur begrenzt Kiegswaffen herstellen) beschloß die Weimarer Nationalversammlung 1920, die Firma in die zivile Deutsche Werke AG zu überführen, die zunächst Töpfe, Wasserhähne und Kücheneinrichtungen, dann auch Eisenbahnwagons und Motorräder herstellte.
Erste Motorräder wurden unter dem Namen Star angeboten, später erfolgte die Produktion unter der Bezeichnung Derad, seit 1924 unter dem Namen D-Rad. Das D-Rad war in den 1920er Jahren so etwas wie der „Volkswagen“ unter den Motorrädern – robust, zuverlässig und omnipräsent.
D-Räder erhielten den Spitznamen "Spandauer Springbock" wegen ihres sturen, fast unzerstörbaren Charakters. Die R0/6 war die konsequente Weiterentwicklung der R0/4 und R0/5. Sie war keine Rennmaschine, sondern ein treuer Begleiter für Arbeiter, Beamte und Reisende.
Die R 0/6 profitierte extrem von der hocheffizienten Fließbandfertigung in Spandau