BMW R 75/5 (Kurzschwinge)

BMW R 75/2 (Toaster)
BMW R 75/2 (Toaster)

Technische Daten

Modell:BMW R 75/5
Hersteller:Bayerische Motoren Werke AG
Firmensitz:Berlin
Baujahr:1971
Leistung:49 PS
Motor-Art:2-Zylinder 4-Takt Boxer
Hubraum:750 ccm
Bohrung x Hub:82 x 70,6
Anzahl Gänge:4
Antrieb:Kardan
Gewicht:210 KG
Höchstgeschwindigkeit:175 km/h
Stückzahl:38.370
Bauzeit:1969-1973

Geschichte

Das Motorrad ist auch als "Toaster" bekannt, wegen ihres charakteristischen Tanks mit verchromtewn Seiten.

Nach Präsentation der /5-Baureihe (1969) häuften sich – speziell beim schnellsten Spitzenmodell R 75/5– Klagen über instabilen Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten. Als Ursache wurde das zu schwache Hauptrohr der Hinterradschwinge ermittelt. Da es in seiner Grundkonstruktion noch auf den Vorgängermodellen basierte und für die höhere Belastung nicht ausreichend torsionssteif war, konnten sich die beiden Schwingenholme bei hoher Belastung unterschiedlich verwinden; daraus ergab sich ein Kippen des Hinterrades mit entsprechender Instabilität der Geradeausfahrt.

Im Modelljahr 1973 wurde deshalb eine Verstärkung des Hauptrohres angebracht, das die Schwinge torsionssteif macht. Die zusätzlich angeschweißte U-förmige Blechverstärkung verkürzt den Freiraum für das Rad um ca. 50 mm. Entsprechend mussten das Kardanrohr und der hintere Part des linken Arms verlängert werden. Daraus resultiert der verlängerte Radstand.

Mit der BMW R 75/5 befinden wir uns in einem der wichtigsten Wendepunkte der BMW-Geschichte. Sie ist das Topmodell der legendären Strich-Fünfer-Serie und markiert den Umzug der Motorradproduktion von München nach Berlin-Spandau.
Nachdem die R 60 (Schwingen-Modelle) in den 60ern fast das Ende der BMW-Motorradsparte bedeutet hätten, rettete die /5-Serie die Marke mit einem völlig neuen, modernen Konzept.

Die R 75/5 war die schnellste und stärkste BMW ihrer Zeit. Sie wurde entwickelt, um den aufkommenden japanischen Vierzylindern (wie der Honda CB 750) etwas entgegenzusetzen – allerdings auf die bayerische Art: Zuverlässig, komfortabel und langstreckentauglich.
Neu konstruierter Gleitlager-Motor (statt der alten Wälzlager), elektrischer Anlasser, Bing-Gleichdruckvergaser.

Die R 75/5 gab es mit verschiedenen Tankgrößen (17l, 18l und der massive 24l "Behördentank").

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