21.6.2026 Achte Heidi Hetzer Gedenkfahrt

Am Sonntag trafen sich bei schönem Wetter ca. 150 Oldtimerfreunde, um mit einer Gedenkfahrt an die Motorsportikone Heidi Hetzer zu erinnern. Sie wäre dieses Jahr 89 Jahre alt geworden.

Die Fahrzeuge waren alle auf Hochglanz gebracht worden, und trafen pünktlich um 10.00 Uhr am Olympiastadion ein. Viele schöne Autos und leider nur zwei Motorräder gingen auf die vorgeschlagene Strecke nach Stölln. Nach einer Begrüßung vom Organisator Ulf Schulz, und dem Vorsitzenden vom Verein Together e.V. stellten wir uns für ein Gruppenfoto auf. Die Gedenkfahrt ist immer in Zusammenarbeit mit sehbehinderten Menschen. Das Startgeld von mindestens 20 €, einige haben deutlich mehr gespendet, ging an den Verein. Diesmal sind über 5000 € zusammengekommen. Einige Mitglieder vom Blinden- und Sehbehinderten Verein waren vor Ort, um die Oldtimer zu ertasten, und für einige gab es eine Mitfahrmöglichkeit.

Nach der Fahrerbesprechung ging es um 11.00 Uhr an den Start. Die beiden Motorräder durften als erstes starten. Als Strecke war dieses Jahr die alte Bundesstraße B5 ausgewählt. Vom Olympiastadion über die Heerstraße, durch Spandau bis zur Stadtgrenze. Dort wartete schon ein Gewitter auf uns, die Cabriofahrer hielten schnell an, um das Verdeck zu schließen, für uns Motorradfahrer gab es eine Gratisdusche vom Feinsten. Bis hinter Falkensee ging der Schauer, wir waren durchgeweicht und die Straße war kaum noch zu sehen, so hoch stand das Wasser.

Es ging an Nauen vorbei, durch Ribbeck, und dann links ab über die Dörfer. Nach ca. 90 Km kamen wir in Stölln an. Dort steht auf einer Wiese eine alte Interflug Passagiermaschine, eine IL-62 „Lady Agnes“. Diese landete dort 1989 auf einer Wiese. Der Flugplatz am Gollenberg ist der älteste Flugplatz der Welt. 1893-1896 führte hier Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche durch. Der Gollenberg war 1896 der Ort seines tödlichen Absturzes. Ein Denkmal und ein Museum können dort besichtigt werden. Es gab bei der Einfahrt zum Flugplatz wieder einen gesponsorten Eisbecher von Florida Eis, das war bei diesen Temperaturen eine willkommene Abkühlung. Nun hatten wir Zeit für einen Imbiss, die Besichtigung von Lady Agnes sowie eines Museums und Standesamts, nette Gespräche zu führen, und mitgereisten sehbehinderten Teilnehmern unsere Fahrzeuge zu erklären. Am Flughafen war dann die Gedenkfahrt zu Ende, und die Gruppe löste sich langsam auf.

Einige starteten zu einer weiteren Ausfahrt, andere fuhren wieder direkt nach Berlin zurück. Es war eine schöne Veranstaltung, eine schöne Strecke, wenig Ampeln, und ein schönes Ziel, welches ich noch nicht kannte. Danke an Ulf Schulz und seine Helfer. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr Mitte Juni, wenn wir die neunte Gedenkfahrt zu Heidis 90tem Geburtstag fahren können. Hoffentlich mit viel mehr Motorrädern.

Es wurde von den Sehbehinderten angefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, einmal auf einem Motorrad (Sozius oder im Beiwagen) mitzufahren. Ein paar Runden auf dem Olympischen Platz bekommen wir zukünftig hin.

Anbei ein paar Bilder von der Gedenkfahrt

Motorrad Veteranen Gemeinschaft Berlin
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